Alternativen?

Nachdem klar war, dass die schulmedizinische Behandlung nicht den erhofften Erfolg hatte und ich meinen Glauben daran verloren hatte, machte ich In der zweiten Jahreshälfte 2010 die alternative Bioresonanz-Therapie. Der Arzt führte erneut eine genaue Untersuchung durch und prognostizierte, dass ich Ende des Jahres keinen Krebs mehr haben würde. Die Behandlung umfasste eine Stabilisierung des Immunsystems, das Lösen von Energieblockaden, Entgiftungen und vieles andere. Die wirkliche Krebstherapie kam ganz zum Schluss, weil ein Körper mit intaktem Immunsystem damit einfach besser umgehen könne.

Man muss an so eine Behandlung glauben. Punkt. Aber man muss auch an die schulmedizinische Behandlung glauben. Ebenfalls Punkt. Dennoch fällt es den meisten Menschen deutlich leichter, an die Schulmedizin zu glauben, als an alternative Behandlungen. Laut Statistik habe ich eine 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von 13-20%. Mit anderen Worten sterben 80-87% der behandelten Patienten mit meinem Krankheitsbild in den ersten 5 Jahren nach der Erstdiagnose. Das ist wahrlich keine überwältigend gute Bilanz, weshalb man die klassische Behandlungsform durchaus kritisch hinterfragen darf, ohne das ganze System in Frage zu stellen. Ich hatte zu vielen Ärzten einen hervorragenden Kontakt und meine Offenheit bzgl. der Behandlung wurde teilweise durch eine Offenheit der Ärzte belohnt.

Im November 2010 erfolgte die erste Kontrolluntersuchung nach meiner Ablehnung der Operation. Sie wurde weiterhin von den Ärzten durchgeführt, die mich auch zuvor betreut hatten. Der Tumor war auf eine Größe von 3x3cm geschrumpft und der behandelnde Arzt sagte, dass dies das optimale sei, was mit der Radiochemotherapie möglich war. Er legte mir nochmals nah, über eine Operation nachzudenken, da es nun ganz sicher wieder schlechter würde. Ich war mittlerweile aber dermaßen von dem eingeschlagenen Weg überzeugt, dass ich ihm versicherte, er würde mich irgendwann als geheilt entlassen.

Nur einen Monat später, im Dezember 2010, sagte ich zu Christoph, dass ich den Krebs nicht mehr spüre und der Tumor gerade sterbe. Und Ende Januar 2011 wurde dieses Gefühl durch eine neue Untersuchung bestätigt. Der Tumor war vollständig verschwunden und zurück blieb nur vernarbtes Gewebe. Die Ärzte sagten, dass sie es nicht erklären können, aber sie wüssten, dass es jenseits der Schulmedizin Dinge gebe, die sie als Schulmediziner nicht vertreten können. Und hinter geschlossenen Türen wurde teilweise genauso über das System gewettert, wie es an Stammtischen passiert.

Die Prognose, dass ich Ende 2010 keinen Krebs mehr haben werde, war bestätigt. Dennoch will ich die Schulmedizin nicht verteufeln. So hat meine neue Sportleidenschaft auch dazu geführt, dass ich einen Bänderriss und einen Schlüsselbeinbruch auskurieren musste. Und bei beiden Verletzungen war ich froh, dass es schulmedizinische Behandlungsformen gab. Aber in vielen anderen Bereichen funktionieren die sogenannten alternativen Heilmethoden ebenfalls und sind dabei meist viel schonender. Jeder sollte sich hierzu seine eigene Meinung bilden und ideologische Ansichten außen vor lassen. Man muss an den Erfolg glauben, dann stehen die Chancen gut, dass es auch funktioniert. Das einzige, was ich unserem Gesundheitssystem wirklich anlasten muss, ist der Fakt, dass von den gesetzlichen Krankenkassen fast nur schulmedizinische Leistungen übernommen werden, womit ein fairer Wettbewerb der medizinischen Alternativen nur selten stattfindet.

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Über Weißer Läufer

Ich bin 46 Jahre alt und programmiere seit meiner Jugend. Dieses Hobby wurde mein Beruf und ist es heute noch. Mit 42 Jahren wurde Lungenkrebs diagnostiziert. Seitdem hat sich mein Leben positiv gewandelt, so dass ich dem Krebs im Nachhinein dankbar bin.
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